nachgefragt 09 In der großen Halle mit Zufahrt von der Augustastraße fin- den drei Rettungswagen Platz und warten hier auf ihren Einsatz. Auf zwei Etagen gibt es ein großes Lager, Umkleiden und Duschen, sechs Ruheräume sowie weitere Gemeinschafts- räume, Küche, Server- und Technikraum, Büro sowie eine Dachterrasse. Auf dem Außengelände sind sechs Parkplätze für das Rettungspersonal eingerichtet. Natürlich darf auch die in Feuerwachen übliche Rutsch- stange nicht fehlen, die vom ersten Stockwerk ins Erdgeschoss führt und den Rettungs- kräften bei einer Alarmierung ermöglicht, von den Ruheräumen schnell zum Rettungswagen zu gelangen. Dieser kann sofort gestartet werden. Ein an den Auspuff angehängtes Schlauchsystem sorgt dafür, dass keine Abgase in der Halle austreten. Sobald der Rettungswagen aus der Halle herausfährt, klinkt sich der Schlauch automatisch aus. Ein Teil der Halle ist gekachelt und durch transparente Kunststoffvorhänge ab- trennbar, so dass hier die Fahrzeuge gereinigt werden können. Feuerwehr steuert die Alarmierung Die Alarmierung der Rettungswagen erfolgt über die zentrale Leitstelle der Feuerwehr an der Alten Dreherei. Die neue Wache ist rund um die Uhr mit einer Mannschaft für einen Rettungswagen besetzt, bestehend aus zwei Einsatzkräften der Johanniter-UnfallHilfe (JUH). Tagsüber ist zwölf Stunden lang eine weitere Mannschaft der JUH im Einsatz. Der dritte Rettungswagen dient zunächst als Ersatzfahrzeug, kann aber bei Bedarf als zusätzlicher Rettungswagen aktiviert werden. Durch die neue Rettungswache konnten die Johanniter ihr Einsatzgebiet anpassen. Bisher fuhren die Rettungswagen ausschließlich von der Rettungswache an der Denkhauser Höfe aus. Nun sind die Einsatzkräfte mit den Rettungswagen in der Rettungswache an der Augustastraße stationiert, da diese zentraler liegt und einen größeren Bereich von Dümpten und Styrum abdeckt. An der Denkhauser Höfe verbleiben die Kranken- transporte, der Hausnotrufdienst und der Katastrophenschutz. Mehr Platz und mehr Ruhe „Wir sind von hier aus schneller im Gebiet und erreichen innerhalb von acht Minuten alle Häuser in unserem Bereich“, erklärt Rettungssanitäter Yannick Deimel, der gemeinsam mit Notfallsanitäter Sebastian Puk eines der Einsatzteams in der Wache bildet. Ein- bis zweimal in der Woche schieben sie ihre 24-StundenSchicht in Styrum. Sie fühlen sich in der neuen Rettungswache sehr wohl. „Hier ist alles natürlich neuer und moderner“, so Deimel. Sei es die automatische Lichteinschaltung bei Alarm oder die Ausstattung der Küche – sollte beim Kochen ein Alarm losgehen, reicht ein Druck auf einen Notausschalter, um sämtliche elek- trischen Geräte auszuschalten, während das Einsatzteam zum Wagen sprintet. 60 Sekunden dürfen die Einsatzkräfte nur brauchen, bis sie bei einer Alarmierung im Wagen sitzen. Auch wenn sie vorher in den Ruheräumen geschlafen haben. „Da hilft die Rettungsstange schon sehr, um vom ersten Stock schnell in die Halle zu kommen. Sie spart wertvolle Sekunden“, lacht Sebastian Puk. Während das Team losfährt, erhält es alle nötigen Infos zum Einsatz von der Hauptwache der Feuerwehr auf seine Funkmeldeempfänger. Im Schnitt acht Einsätze pro Schicht Im Schnitt acht Einsätze machen die Rettungssanitäter pro Schicht. Aber auch wenn sie nicht unterwegs sind, müssen Routine- und Im August wurden die Schlüssel übergeben. Auf dem Foto (v.l.): Kämmerer Frank Mendack, SWB-Aufsichtsratsvorsitzender Heiko Hendriks, Oberbürgermeister Marc Buchholz, Dezernentin Anja Franke, die beiden SWB-Geschäftsführer Oliver Ahrweiler und Sven Glocker, Dennis Bohnen von der Johanniter-Unfallhilfe und Sven Werner, Leiter der Mülheimer Feuerwehr.
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